Rezensionen



 












Martin Spiewak
Wie weit gehen wir
für ein Kind?
22,90 (D), sFr 39,90
ISBN 3-8218-3925-2
Der Spiegel: "Einfühlsam"

"Es ist ein Hindernisrennen, bei dem nur wenige ans Ziel kommen: Die unerfüllte Sehnsucht nach einem eigenen Kind treibt in Deutschland jährlich rund 40.000 Frauen zur In-vitro-Fertilisation (IVF), bereits jedes 80. Kind wird heute in der Petrischale gezeugt. Doch die Paare, die sich auf eine IVF einlassen, sind sich über den hohen Aufwand und die geringen Erfolgsaussichten der künstlichen Befruchtung meist nicht im Klagen. Durch das Labyrinth der Fortpflanzungsmedizin führt Wissenschaftsautor Martin Spiewak in seinem Buch (Wie weit gehen wir für ein Kind", Eichborn 22,90). Der faktenreiche Überblick über sämtliche Methoden der ärztlichen Babymacher, die in den USA sogar einer 63jährigen noch zum Mutterglück verholfen haben, bezieht auch die Betroffenen selbst ein: Wie Paare unter den seelischen Belastungen der Unfruchtbarkeit leiden ("Plötzlich sieht du überall Kinder"), wie sie die aufwendigen Prozeduren der künstlichen Befruchtung als "geheimes zweites Leben" erfahren, wie die teure Behandlung nach der fünften, sechsten oder gar siebten IVF-Runde zur Sucht werden kann, beschreibt der Autor einfühlsam."

Ex-Gesundheitsministerin Andrea Fischer in der Frankfurter Rundschau: "sensibel und nachdenklich"

Martin Spiewak gelingt das Kunststück, in einem seit Jahren von ideologischen Grabenkämpfen vermessenen Gebiet eine nachdenkliche, wohlinformierte Bestandsaufnahme vorzulegen, voller Anregungen für die Leserinnen und Leser. Er erzählt Geschichten von Menschen, die sich mit Hoffen und Bangen auf das Abenteuer künstliche Zeugung einlassen. Er berichtet davon, dass sie sich alleine gelassen fühlen von den Experten, denen sie sich anvertraut haben. Und er erklärt, was eigentlich in diesen Prozessen passiert. Nicht nur, dass Spiewak auch Laien erklären kann, wie diese Verfahren mit den komplizierten Namen eigentlich funktionieren, er stellt die Fortpflanzungsmedizin auch in ihren gesellschaftlichen und ökonomischen Kontext. (...)

Ebenso interessant ist Spiewaks Darstellung des aktuellen Kenntnisstandes, warum Unfruchtbarkeit eigentlich bei Männern und Frauen so stark zunimmt. Die medizinischen Erklärungen sind bislang noch recht unzulänglich, aber die immer spätere Bereitschaft zum Kind - die ihre Ursache natürlich in den veränderten Lebensplänen von jungen Menschen hat - ist eine der Hauptursachen. (...) Es finden sich nicht viele Darstellungen, die die Perspektive der Betroffenen so sensibel verbinden mit einem kritischen Blick auf die Nebenwirkungen dieser Verfahren, sowohl für Hilfesuchende als auch für die Gesellschaft insgesamt. Deshalb ist es beileibe nicht nur für Politiker lesenswert. Spiewak wollte ausdrücklich keinen Ratgeber schreiben, aber sein Buch ist für alle hilfreich, die überlegen, ob sie sich auf den Heilsbringer Reproduktionsmedizin einlassen.

Psychologie heute: "Klug und kenntnisreich"

"Klug und kenntnisreich stört der Wissenschaftsjournalist die Allianz der guten Hoffnung aus Ärzten und Anwärtern auf die Elternschaft. Unaufgeregt entlarvt er das Doppelgesicht der medizinischen Fortschritts – der mit jeder Lösung Probleme schafft , während die Ethik dem Möglichen und Machbaren hinterhergaloppiert. Orientierung und Einblicke erwachsen ganz nebenbei aus der Lektüre seines Buches und geben solide Eckdaten für die persönliche Entscheidung , wie weit genau ein Paar für ein Kind gehen will."

Reproduktionsmedizin : "herausragend"

"Unter der Vielzahl der inzwischen vorhandenen Sachbücher zu diesem Thema nimmt dieses Buch eine herausragende Position ein. Dieses liegt zum einen an den sorgfältigen Recherchen, die Martin Spiewak unternommen hat. Anders als in vielen Veröffentlichungen werden hier Zahlen zu den Erfolgschancen, Risiken und Folgen der Fortpflanzungsmedizin genannt, die nicht übertrieben hoch dargestellt oder stark heruntergerechnet werden. Dem Autor ist es auch gelungen, betroffene Paare zu Wort kommen zu lassen, und gibt uns so einfühlsam einen Einblick in die oft gravierenden psychosozialen Auswirkungen sowohl der ungewollten Kinderlosigkeit als auch der reproduktionsmedizinischen Therapiemöglichkeiten, welche in vielen Büchern meist nur unzureichend dargestellt werden. Auch die neuesten Forschungsergebnisse zu psychosozialen Aspekten bei Fruchtbarkeitsstörungen, der gesellschaftliche Rahmen und die sozialen Ursachen ungewollter Kinderlosigkeit werden kritisch reflektiert. Den Schwerpunkt dieses mit hoher Informationsdichte geschriebenen Buches bilden die reproduktionsmedizinischen Verfahren im engeren Sinne, deren Risiken (z. B. Mehrlingsproblematik) nicht verschwiegen werden. Martin Spiewak wirft einen Blick über Deutschlands Grenzen hinaus und beschreibt weitere Methoden der Fortpflanzungsmedizin wie Eizellspende, Präimplantationsdiagnostik, Leihmutterschaft und die Problematik der Geschlechtsselektion. Er gibt einen leicht verständlichen Überblick über die aktuellen Forschungsgebiete der assistierten Reproduktion und nimmt klar Stellung zur Diskussion des Fortpflanzungsmedizingesetzes. Das Buch schließt mit einem zu Recht warnenden Ausblick auf die sich abzeichnenden Entwicklungen in der Reproduktionsmedizin und der Forderung nach deren international gültigen gesetzlichen Regelung. Dem Autor ist es gelungen, dieses Gebiet der Medizin, dass wie vielleicht kein anderes zur Polarisierung verführt, in allen wichtigen und auch widersprüchlichen Facetten darzustellen. Zur guten Lesbarkeit trägt die Mischung aus Reportage und Sachbuch sicherlich bei. Als Fazit ist festzustellen, dass mit diesem Buch ein aktueller, differenzierter und sachkundiger Überblick über die wichtigsten Aspekte der Fortpflanzungsmedizin gegeben wird, der nicht nur allein den betroffenen Paaren und ihren Angehörigen, sondern auch allen in diesem Bereich Tätigen uneingeschränkt empfohlen werden kann.

Dr. Tewes Wischmann, Dipl.-Psych. Autor des Ratgebers "Der Traum vom eigenen Kind.
Psychologische Hilfen bei unerfülltem Kinderwunsch" und Projektleiter der Studie
"Heidelberger Kinderwunsch-Sprechstunde"


Zuschriften an den Autor

"Ihr Buch geht kritisch, aber nicht ideologisch vor. Es hat mir so gut gefallen, daß ich es für meine Mitarbeiter kaufen werde."

Prof. Dr. Heribert Kentenich (Fertiliy Center Berlin Auf dem Gelände der DRK Kliniken) ehem. Präsident der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Geburtshilfe und Gynäkologie


"Ich habe Ihr Buch mit großem Interesse gelesen. Die betroffenen Paare selbst zu Wort kommen zu lassen, halte ich für sehr wichtig. Besonders interessant fand ich auch die Kapitel 4 und 5 über die Geschichte der IVF, die mir in dieser Form noch nicht bewusst war."

Dr. B. Leube Institut für Humangenetik und Anthropologie Universität Düsseldorf


"Ich bin sehr positiv überrascht! Es ist ein Buch, welches exzellent recherchiert nicht nur die Techniken der assistierten Reproduktion sondern auch die Sichtweise der betroffenen Paare darstellt. Ich denke, dass es unter den Büchern für betroffene Paare auf dem deutschen Markt eine absolute Spitzenstellung einnimmt. Ich habe verschiedene dieser Bücher gelesen und war stets enttäuscht über die mangelhafte Ausführung - hier definitiv nicht! Ihre teilweise sehr kritische Sicht der Dinge halte ich nicht immer für gerechtfertigt - andererseits entspringt sie aber wohl auch Ihrer Recherche zu einer Vielzahl von IVF-Zentren und sollte uns nur bestärken stets immer weiter unser Auftreten, unsere Einstellung gegenüber den betroffenen Paaren und unsere Möglichkeiten zu verbessern. Ich gratuliere Ihnen zu einem wirklich herausragenden Buch!

Priv. Doz. Dr. med. Michael Ludwig Division of Reproductive Medicine and Gynecologic
Endocrinology Department of Gynecology and Obstetrics University Clinic Lübeck


"Ein wunderbares Buch. Warum haben Sie es eigentlich nicht früher geschrieben? So wären mir und vielen Kinderwunschpaaren viele Stunden mühsamer Internet- und Literaturrecherchen erspart geblieben. Die Kombination zwischen der Aufbereitung wissenschaftlicher Untersuchungsergebnisse und Berichten persönlich betroffener Paare halte ich für sehr gelungen. Zudem liest sich das Ganze wie ein spannender Krimi."

Dorothee Kleinschmidt Ärztin. Familientherapeutin pro familia Münster Aktives Mitglied bei
BkiD (Beratungsnetzwerk Kinderwunsch Deutschland)


Rezensionen bei Amazon:

Tabuthemen (Rezensentin/Rezensent aus München Germany)
Dieses heikle Thema, das besonders in Deutschland noch größtenteils ein Tabuthema ist, wird hier sehr präzise, offen und trotz aller Ernsthaftigkeit bei diesem Thema, teils mit verstecktem Witz diskutiert. Es ist auch für den Noch-Laien sehr gut verständlich. Ein solches Buch war überfällig. Unbedingt lesen!

Unbedingt kaufen!, 1. Oktober 2002 (Rezensentin/Rezensent aus Hamburg)
Ein wichtiges Buch. Meines Wissens nach das erste auf dem deutschen Markt, das den Spagat hinbekommt zwischen Ratgeber und analytischer Darstellung des Massenphänomens ungewollte Kinderlosigkeit. Es ist daher für Betroffene und für aufmerksame Beobachter der bundesdeutschen Gesellschaft gleichermaßen interessant. Obendrein gut geschrieben. Wie gehen die Deutschen mit der Zeugung ihres Nachwuchses um? Welche technischen Lösungen halten sie für ethisch vertretbar? Dies sind zentrale Fragen, deren Antworten einen tiefen Einblick in die innere Befindlichkeit dieser Gesellschaft geben. Dem profilierten "Zeit"-Journalisten Spiewak gelingt das vortrefflich.

Muss man gelesen haben! (Rezensentin/Rezensent: Susann Aronsson aus Hamburg)
Ich dachte immer, nur Amerikaner könnten Fachthemen verständlich für Jedermann und spannend dazu schreiben.Martin Spiewak ist für mich der Erste, der dieses als Deutscher geschafft hat. Endlich jemand, der die Wahrheit über die Chancen und Risiken der Reproduktionsmedizin sagt. Als Betroffener fühlt man sich verstanden und aufgehoben vor allem, da er die hierbei empfundene seelische Berg- und Talfahrt nicht verschweigt. Ein Buch, welches man einfach lesen muss und nicht nur Betroffene und Interessierte, sondern auch die Reproduktionsmediziner.

Ein 5-Sterne Buch (Rezensentin/Rezensent aus Hannover)
Ein Buch, das umfassend informiert und durch das Zitieren der Betroffenen die Themen aus der wissenschaftlichen Anonymität holt. Ich hätte nicht gedacht, dass mich ein Bericht über diese Problematik so fesseln könnte. Bemerkenswert ist die einfühlsame Recherche, die der Komplexität der Sache gerecht wird. Ein echtes 5-Sterne-Buch!

Spannend zu lesen, einfühlsam geschrieben (Rezensentin/Rezensent aus Hamburg)
Ein einfühlsam geschriebener Ratgeber für alle, deren Kinderwunsch auf natürlichem Weg nicht in Erfüllung gehen will. Und eine spannend zu lesende, gut recherchierte Darstellung aus Patientensicht für diejenigen, die beruflich mit dem Thema befasst sind. Am besten fand ich, wie sensibel der Autor das Thema angeht: mit großem Respekt für die kinderlosen Paare und durchaus kritischer Distanz zu den heutigen Möglichkeiten der Fortpflanzungsmedizin. Ein tolles, unbedingt empfehlenswertes Buch zum Thema.

Tolles Buch (Rezensentin/Rezensent: Schumacher aus Hamburg)
Uns hat diese Buch sehr geholfen-erstmalig haben wir von Betroffenen ehrlich gehört, wie es Ihnen bei dem leider immer noch tabuisierten Thema "Fortpflanzung" ergangen ist. Nicht nur der angenehme und leicht lesbare Stil, sondern auch die Informationsdichte machen dieses Buch lesenswert. Ein Buch, dass wir bestimmt (nicht nur hier)weiterempfehlen werden.

Endlich mal einer der versteht wovon er schreibt, (Rezensentin/Rezensent)
Nachdem ich ja erst sehr skeptisch war, weil der Markt viele Bücher aus dem Bereich der Reproduktionsmedizin hat, muß ich sagen, der Kauf hat sich gelohnt. Als ebenfalls Betroffener erkennt man sich immer wieder in den Aussagen der Betroffenen und die medizinischen Abläufe werden auch gut dargestellt. Ein Buch, das nicht nur Betroffene lesen sollten, sondern auch Angehörige und Freunde. Toll, nur etwas teuer.